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Themendienst-Archiv Vorsorge

18. März 2016

Wenn die Versicherung zahlt: Strategien für eine rentable Wiederanlage

Rund 50 Mrd. Euro werden die deutschen Lebensversicherer 2016 an ihre Kunden auszahlen. Die Experten der Deutschen Bank sagen: Wer einen Teil des ausgezahlten Vermögens wieder anlegen möchte, sollte auch nach Alternativen zur klassischen Versicherungspolice in Betracht ziehen.

2016 wird ein gutes Jahr für viele Lebensversicherungskunden. Der Grund: Kapital-Lebensversicherungen, die vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden, können nach einer Laufzeit von mindestens zwölf Jahren und fünf Jahren Beitragszahlung steuerfrei ausgezahlt werden. Das Gleiche gilt für Rentenversicherungen, bei denen der Kunde sich für eine Kapitalauszahlung entscheidet. „Viele Vorsorgesparer haben sich deshalb noch 2004 für eine Lebensversicherung entschieden. Diese Policen werden bei einer Laufzeit von zwölf Jahren jetzt fällig“, erklärt Stephan Moltzen, Vorsorge-Experte der Deutschen Bank.

Damit kommt auf die Kunden ein wahrer Geldsegen zu. Bereits 2014 summierten sich die Ablaufleistungen deutscher Lebensversicherer laut Branchenverband GDV auf 44,6 Mrd. Euro. 2016 könnte dieser Betrag auf rund 50 Mrd. Euro steigen, schätzen die Experten der Zurich Versicherung. Viele Versicherungskunden verwenden ihre Auszahlung, um zum Beispiel Immobilienkredite zu tilgen oder Reisen zu unternehmen. Doch was, wenn das Haus bereits abbezahlt oder nach der Traumreise noch weiteres Kapital vorhanden ist? Dann stellt sich für viele Kunden die Frage nach der Wiederanlage des ausgezahlten Vermögens. Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov legt rund die Hälfte aller Versicherungsnehmer, die eine Auszahlung  aus ihrer Kapital-Lebensversicherung erhalten, das Geld zumindest teilweise wieder an.

Gesucht: eine angemessene Rendite

Über eine Wiederanlage nachzudenken, ist auch für Kunden an der Schwelle zum Rentenalter durchaus sinnvoll. Ein heute 60-Jähriger Bundesbürger hat laut Statistischem Bundesamt eine durchschnittlich verbleibende Lebenserwartung von über 21 Jahren, eine Frau gleichen Alters kann sich sogar auf mehr als 25 Lebensjahre freuen. Männer wie Frauen um die 60 können bei der Kapitalanlage also für mittlere bis längere Anlagezeiträume planen. Eine Wiederanlage in eine klassische Lebens- oder Rentenversicherung ist dabei kaum noch attraktiv: Wegen der sehr niedrigen Kapitalmarktzinsen beträgt die Garantieverzinsung neu abgeschlossener klassischer Policen nur noch 1,25 Prozent – 2004 waren es 2,75 Prozent. Auch die Überschussbeteiligung der Versicherer sinkt kontinuierlich. „Sparer, die eine Versicherungssumme wieder anlegen und dabei eine angemessene Rendite erzielen wollen, sollten deshalb über Alternativen zur klassischen Police nachdenken“, so Stephan Moltzen. Tatsächlich bieten sich für die Verwendung von freiem Kapital vielfältige Möglichkeiten:

  • Multi-Asset-Fonds. Diese Fonds investieren in verschiedene Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen. Der Fondsmanager kann das Rendite-Risiko-Profil der Anlage aktiv steuern, also zum Beispiel bei guter Marktlage stärker auf Aktien, bei fallenden Märkten stärker auf wertstabile Anlagen setzen. Multi-Asset-Fonds bieten so Kapitalmarktchancen, sind aber den Marktschwankungen nicht so stark ausgesetzt wie ein reiner Aktienfonds.

  • Kapitalmarktorientierte Rentenversicherung. Innovative Policen verbinden die Renditechancen einer Aktienmarktanlage mit der Sicherheit einer Rentenversicherung. Der Kunde hat einmal jährlich die Wahl, ob er im Folgejahr die Beteiligung an der Wertentwicklung eines Aktienindex, eine sichere Verzinsung oder eine Kombination aus beidem wünscht. Weitere Vorteile sind der Kapitalschutz zum Laufzeitende und steuerliche Vergünstigungen.

  • Pflegevorsorge. Eine private Pflegeversicherung gegen Einmalbeitrag kann noch im fortgeschrittenen Alter abgeschlossen werden. Sie hilft, im Pflegefall die Finanzierungslücke zu schließen, und entlastet so oft auch die nachfolgende Generation.

  • Anlagen in Wohnimmobilien. Deutsche Wohnimmobilien bieten gute Chancen auf positive reale Renditen. Freies Kapital kann in eine Fondslösung investiert oder als Grundstock einer Direktanlage verwendet werden.

  • Aus- und Umbau von Wohneigentum. Der energetische oder auch altersgerechte Umbau kann den Wert einer selbst genutzten Immobilie steigern. Altersgerechte Umbauten sind besonders wichtig für alle, die in den eigenen vier Wänden alt werden möchten. Werden dafür zusätzliche Mittel benötigt, vermittelt die Hausbank zinsgünstige KfW-Kredite.

Deutsche Bank-Experte Moltzen empfiehlt, spätestens bei der Benachrichtigung über eine bevorstehende Auszahlung das Gespräch mit dem Bankberater zu suchen: „Der Berater kann Vorschläge zur Wiederanlage machen, die genau auf das zur Verfügung stehende Kapital und die persönlichen Ziele des Kunden zugeschnitten sind.“

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Christoph Blumenthal
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Last Update: 18.3.2016
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